eltefa Eröffnung

Eröffnungsredner waren neben dem Vorsitzenden des eltefa Messebeirats, Thomas Bürkle, auch Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie.

- Landesinnungsmeister Thomas Bürkle bei seiner Begrüßung anlässlich der Eröffnung der eltefa 2011
Landesinnungsmeister Thomas Bürkle, Vorsitzender des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg, wies in seiner Begrüßungsrede auf die Problematik beim Aufbau der Infrastruktur für die Nutzung regenerativer Energien hin. Er betonte: „Was uns nicht gefallen kann, sind die gegenwärtigen politischen Diskussionen über die Energiewende. Hier werden Fakten von Einigen einfach nicht richtig genannt. Wie kommt zum Beispiel der Strom von der Nord- oder Ostsee zu uns?“ Man sollte sich auch fragen, wie es gelingen kann, Sonnenenergie aus Nordafrika nach Deutschland zu transportieren. Bürkle sieht hier nicht nur die Politik in der Pflicht, sondern auch die Bürger: „Allein in Deutschland brauchen wir 3.600 Kilometer neue Netze – 90 Kilometer davon sind genehmigt. Wir hier in Stuttgart mit Stuttgart 21 können ein Lied davon singen, wie die gesellschaftliche Akzeptanz von Infrastrukturprojekten ist.“ Häufig steht nur der betriebswirtschaftliche Gewinn im Vordergrund und nicht das Zukunftsdenken. „Wir haben einen enormen Sanierungsstau. Mit Energieeffizienzmaßnahmen bestehen bei der Gebäudeinfrastruktur riesige Möglichkeiten zur Energieeinsparung. Das kostet aber Geld.“ Kernenergie ist nicht hundertprozentig beherrschbar– wie es aktuell leider gerade in Japan zu sehen ist. Deshalb taugt sie nicht zum Energieversorgungskonzept für die Zukunft. „Ich glaube zu Recht sagen zu können, kein anderes Handwerk steht so für die Energiewende wie unser E-Handwerk.“

- Wirtschaftsminister Ernst Pfister, MdL, bei seiner Eröffnungsrede
Ernst Pfister betonte in seiner Eröffnungsrede die große Bedeutung des Elektrohandwerks für die Wirtschaft des Landes. Er wies darauf hin, dass „das Elektrohandwerk […] gefordert ist, […] die Brücke zwischen Produkt und Anwender zu bauen.“ „Damit der Verbraucher die neuen Technologien annimmt und im Alltag nutzen kann, brauchen wir das qualifizierte Handwerk“, so der Minister in seiner Rede. Pfister ging auch auf die Befürchtungen ein, das Elektrohandwerk könnte durch die Geschäftspolitik der großen Energieversorger „an die Wand gedrückt“ werden. Er betonte: „Ein Verdrängungswettbewerb zulasten des baden-württembergischen Handwerks mit negativen Auswirkungen auf Ausbildungs- und Arbeitsplätze wäre für die Landesregierung nicht akzeptabel.“ Zum Thema Elektromobilität betonte Pfister, dass der Einsatz elektrischer Antriebe eng verflochten sei mit der effizienten Nutzung regenerativer Energien. Weiter sagte er, dass „das Thema Elektromobilität nicht nur eine Herausforderung für die Automobilindustrie (ist), sie ist auch eine große Chance für dezentrale energiewirtschaftliche Lösungen. Dabei spielen die Vernetzung der Energieanforderungen für die Mobilität und der stationäre Einsatz in Gebäuden eine entscheidende Rolle.“

- Franz Loogen, Geschäftsführer der e-mobil BW GmbH, bei seinem Grußwort anlässlich der Eröffnung der eltefa 2011
Franz Loogen, der Geschäftsführer der e-mobil BW GmbH, der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg, machte in seinem Grußwort zur eltefa-Eröffnung die enormen Marktpotenziale der Elektromobilität bewusst. Laut einer aktuellen Studie des Landes Baden-Württemberg wird das zusätzliche Wertschöpfungspotenzial durch nachhaltige Mobilität im Jahr 2020 auf drei bis fünf Milliarden Euro geschätzt. „Die Elektromobilität ist der Schlüssel, um das Spannungsfeld von Umweltschutz und Ökonomie aufzulösen. Hier liegt die Chance, künftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten und vor allem langfristig Wachstum und Beschäftigung im Automobilland Baden-Württemberg zu sichern.“ Gleichzeitig betonte er auch „die beste Energie (sei) die, die gar nicht erst verbraucht wird.“
Im Rahmen der eltefa-Eröffnung 2011 wurden die Sieger der Praktischen Leistungswettbewerbe (PLW) auf Bundes- und Landesebene vom Landesinnungsmeister Thomas Bürkle geehrt und erhielten als Anerkennung ihrer exzellenten Leistungen eine Urkunde und einen Gutschein.
Zu den Ausgezeichneten gehörten in den Berufen:
» Elektroniker/-in, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
3. Bundessieger und 1. Landessieger:
Philipp Betz, Kirchen
Ausbildungsbetrieb:
Elektro-Fuchs, Munderkingen
» Elektroniker/-in, Fachrichtung Automatisierungstechnik
1. Bundessieger und 1. Landessieger:
Raphael Greber, Urspring
Ausbildungsbetrieb:
Steuer- und Regeltechnik Ulm GmbH & Co. KG, Ettlenschieß
» Elektroniker/-in, Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik
1. Landessieger:
Marcel Böhme, Leutenbach
Ausbildungsbetrieb:
T. E. D. com GmbH, Winnenden
» Systemelektroniker/-in
1. Bundessieger und 1. Landessieger:
Thomas Weik, Wildberg
Ausbildungsbetrieb:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart
» Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik
1. Landessieger:
Philipp Müller, Bühl
Ausbildungsbetrieb:
Kögel & Ernst & Co. GmbH, Sinzheim
» Informationselektroniker/-in, Schwerpunkt Geräte- und Systemtechnik
1. Landessieger:
Alexander Rackwitz, Welzheim
Ausbildungsbetrieb:
Ried GmbH, Stuttgart
» Informationselektroniker/-in, Schwerpunkt Bürosystemtechnik
1. Bundessieger und 1. Landessieger:
Benjamin Peter Dörner, Donaueschingen
Ausbildungsbetrieb:
Bürotechnik Neininger GmbH, Donaueschingen
Auch der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg beglückwünscht die Sieger der Leistungswettbewerbe zu ihren Erfolgen und wünscht ihnen alles Gute für den weiteren beruflichen Weg.




