Elektro- und Informationstechnik
Baden-Württemberg

Deutschland wird effizienter
Die neue A-Klasse.
Wo gebadet, gewaschen, gekocht und gebacken, gekühlt und eingefroren wird, da fallen über ein Viertel des gesamten Energiebedarfs zuhause an. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen. Hier die besten Rezepte für alle, die Appetit auf Energiesparen haben.
Augen auf beim Gerätekauf!
Es spricht sich herum, aber noch immer sind sich viele Haushalte nicht bewusst darüber, wann der alte, stromfressende Kühlschrank oder Geschirrspüler gegen ein neues Gerät ausgetauscht werden soll. Um es kurz zu machen: Es lohnt sich fast immer. Je älter Ihr Gerät ist, desto schneller amortisiert sich der Kauf. Neue Elektrogeräte der Energieeffizienzklasse A++ sind noch einmal rund 45 % sparsamer als ein vergleichbares Gerät der Energieeffizienzklasse A. Und die sind schon deutlich genügsamer als Ihr gutes, altes Stück. Aber auch ohne Neuanschaffung gibt es viel zu sparen.
Ein Grad weniger tut es auch.
Viele Kühlschränke sind einfach zu kalt eingestellt, um beim Sparen mithelfen zu können. Wer es genau nimmt, kann mit 7 °C alle Lebensmittel einwandfrei kühl halten. Achten Sie vor allem auf die größten Energiefresser im Haushalt – Geschirrspüler und Waschmaschine. Beide sollten besonders energieeffizient sein, aber auch vernünftig eingesetzt werden, d.h. immer voll geladen, um wirklich sparsam zu sein. Waschen Sie zum Beispiel mit 60° statt 90° oder 40° statt 60°.
Zeit zum Umdenken: warmes Wasser gradgenau an Ort und Stelle
Dort, wo Warmwasser lange Wege von der zentralen Heizanlage zurücklegen muss, kann der Einsatz elektronischer Durchlauferhitzer die wesentlich erfolgsversprechendere Lösung sein: Sie halten das Wasser nicht ständig warm und verursachen deshalb keine Bereitschaftsverluste. Sie heizen das Wasser direkt an der Zapfstelle auf – effektiv und wirtschaftlich. Oftmals die einfachste Lösung bei einer nachträglichen Installation in bestehende Gebäude. Die entscheidenden Vorteile sind:
- Kurze Leitungswege
- Geringe Wärmeverluste
TIPP
Gefriergut immer im Kühlschrank auftauen. Das dauert zwar etwas länger, aber durch die abgegebene Kälte verbraucht der Kühlschrank weniger Energie. Außerdem: Kühl- und Gefriergeräte abtauen, wenn gerade wenig zu kühlen ist, zum Beispiel kurz vor einer längeren Reise.

Bewertungs-Tabelle
Das europäische Energie-Label gibt anhand der Bewertungsskala A – G Auskunft über die Energieeffizienzklasse eines Elektrogeräts. Für besonders stromsparende Kühl- und Gefriergeräte wurden die Erweiterungen A+ und A++ eingeführt.
Als Richtwert gilt, dass die neue Energieeffizienzklasse A+ nur ca. drei Viertel der Energie eines vergleichbaren AGeräts verbraucht, ein Gerät mit A++ sogar nur die Hälfte.
1 Durchlauferhitzer, 1 Kleinspeicher und 1 Klein-Durchlauferhitzer, verbrauchsnah in der Wohnung Elektro-Warmwasserspeicher, 100 l verbrauchsnah in der Wohnung Zentrale Speicher (Öl, Gas) im Keller mit Warmwasser-Zirkulation
Eine niedrige Temperatur beim Wäschewaschen senkt Stromverbrauch und -kosten um bis zu 70 %. Das größte Einsparpotenzial bieten moderne energieeffiziente Waschmaschinen.
Bei Energiekosten und Umweltbilanz spricht immer mehr für die elektrische Warmwasserbereitung mit kurzen Leitungswegen.
Aktuell
Eine spannende und abwechslungsreiche Position in der Zukunftsbranche Elektrohandwerke ist zu besetzen als Technische Beraterin / Technischer Berater mit der Qualifikation Dipl.-Ing. Elektrotechnik bzw. Energietechnik.
Energiesparlampen und Heizungen mit Thermostatventil sind dabei mittlerweile gang und gäbe. Weniger bekannt ist der nicht unbeträchtliche Stromverbrauch von Umwälzpumpen in Heizungsanlagen, die im Keller manchmal unbeachtet pausenlos auf Hochtouren laufen, auch im Sommer. Grund genug für den Fachverband gemeinsam mit der EnBW AG eine Informationsinternetseite zur sogenannten „Aktion Stromsparpumpe“ für die Endkunden zur Verfügung zu stellen.
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