Aktuelles vom 11.09.14

Internetkriminalität nahm 2013 weiter zu

© Antje Delater / PIXELIO

Das BKA warnt vor steigender Cyberkriminalität: Dem gerade veröffentlichten “Bundeslagebild Cybercrime“ zufolge, war 2013 erneut ein Zuwachs an Fällen von Computersabotage, Erpressung von Internetnutzern und Betrug beim Online-Banking zu registrier

Jedes Jahr legt das Bundeskriminalamt (BKA) ein Lagebild zur Internetkriminalität vor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der gemeldeten Delikte im Jahr 2013 insgesamt zwar nur leicht auf 64 426 Fälle. Da aber nur neun Prozent der Hacker-Angriffe angezeigt werden, geht das BKA davon aus, dass das wahre Ausmaß schätzungsweise rund elf Mal so groß ist. Offenbar bemerkt auch nur ein Bruchteil der Opfer, dass Kriminelle ihre PCs und Smartphones infizieren und an geheime Daten gelangen können.

Beim Diebstahl digitaler Identitäten nutzen die Täter überwiegend Trojaner, um Eingabe- oder Anmeldedaten des Besitzers zu erlangen. Anschließend werden die Daten entweder von den Tätern selbst oder Dritten kriminell eingesetzt. Gemäß einer Online-Umfrage wurde schon rund ein Fünftel der Deutschen Opfer von Identitätsdiebstahl oder -missbrauch, weitere 27 Prozent können nicht ausschließen, dass ihre personenbezogenen Daten missbraucht wurden.

Auch das so genannte Phishing erlebte 2013 ein Comeback. Dabei erschleichen sich Kriminelle Zugangsdaten zum Online-Banking und räumen Konten leer. Zum rasanten Anstieg trug auch ein neuer Bankingtrojaner bei, der speziell auf deutsche User zugeschnitten ist und mit dem das sogenannte mTan-Verfahren umgangen werden kann. Die Angriffe verursachten 2013 einen Schaden von mehr als 16,4 Millionen Euro.

Nach Einschätzung des BKA haben sich auch digitale Erpressungsversuche weiter ausgebreitet, insbesondere das Fordern von „digitalem Lösegeld“. Allein für 2013 registrierte das BKA 6.754 Fälle von digitaler Erpressung. Durch sogenannte „Ransomware“ werden auf dem Computer Dateien gesperrt und erst gegen Bezahlung freigegeben.

Durch den wachsenden Marktanteil mobiler Endgeräte wie Smartphones sowie der teilweise immer noch mangelnden Sensibilität der Nutzer für digitale Gefahren sind diese weiterhin ein beliebtes Angriffsziel. Ein Aspekt dabei ist, dass mobile Endgeräte im Gegensatz zu klassischen PCs in der Regel ständig online sind und Nutzer mittlerweile einen Großteil ihrer digitalen Aktivitäten über diese Geräte abwickeln. Da auch immer mehr geschäftliche Daten über Mobilfunkverbindungen übertragen und ausgetauscht werden, gewinnen Schadprogramme für Betriebssysteme mobiler Endgeräte hohe Attraktivität für die Täter.

Jeder kann Opfer werden - Einzelpersonen, Unternehmen oder staatliche Stellen. Proportional zur Bedeutung der IT als Bestandteil des Alltags steigen die Manipulations- und Angriffsmöglichkeiten auf Seiten der Cyberkriminellen, und im gleichen Maß auch deren Aktivitäten.

» Bundeslagebild Cybercrime 2013

Kontakt:
Petra Schulze
FV EIT BW
Technische Beraterin

 

 

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