Aktuelles vom 24.06.15

Tarifabschluss im E-Handwerk Baden-Württemberg


Bild: FV EIT BW

Die Erklärungsfrist für das Tarifergebnis im Elektrohandwerk Baden-Württemberg vom 11. Juni wurde auf den 9. Juli 2015 verlängert.

Der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg und die IG Metall Bezirk Baden-Württemberg haben sich am 11. Juni in Sindelfingen in der dritten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss verständigt.

Der Tarifabschluss sieht ab 1. Juli 2015 für das Elektrotechniker- und Elektromaschinenbauer-Handwerk eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um drei Prozent vor. In einer zweiten Stufe erhöhen sich die Löhne und Gehälter ab 1. Juli 2016 um weitere 2,4 Prozent. Mit einer Laufzeit vom 1. Mai 2015 bis 30. April 2017 beträgt die Gesamtlaufzeit damit 24 Monate. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ebenfalls in zwei Stufen.  

Die Vergütungssätze für Auszubildende erhöhen sich ab 1. Juli 2015 wie folgt:

  • 1. Ausbildungsjahr um 30.- € auf 660.- €
  • 2. Ausbildungsjahr um 30.- € auf 710.- €
  • 3. Ausbildungsjahr um 30.- € auf 830.- €
  • 4. Ausbildungsjahr um 30.- € auf 910.- €

Die Vergütungssätze für Auszubildende erhöhen sich ab 1. Juli 2016 wie folgt:

  • 1. Ausbildungsjahr um 20.- € auf 680.- €
  • 2. Ausbildungsjahr um 20.- € auf 730.- €
  • 3. Ausbildungsjahr um 20.- € auf 850.- €
  • 4. Ausbildungsjahr um 20.- € auf 930.- €

Die Tarifvertragsparteien hatten sich zunächst auf eine Erklärungsfrist bis zum 25. Juni 2015 verständigt. In der Zwischenzeit wurde eine Verlängerung der Erklärungsfrist bis zum 9. Juli 2015 vereinbart. Nach Ablauf der Erklärungsfrist stehen den Mitgliedsbetrieben die aktuellen Vergütungstabellen im passwortgeschützten Mitgliederbereich zur Verfügung.

Die Gewerkschaft forderte für die Tarifverhandlungsrunde für Entgelte und Ausbildungsvergütungen eine Erhöhung von 5,5 Prozent für 12 Monate.
Der Vorsitzende der Tarifkommission des Fachverbandes, Alexander Hamler, bewertete den Tarifabschluss, insbesondere aufgrund der beiden „Nullmonate“ (Mai und Juni 2015), als gerade noch vertretbar. Wichtig für die Fachbetriebe im E-Handwerk Baden-Württemberg ist eine langfristige Planungssicherheit. Diese konnte durch den Tarifabschluss mit einer zweijährigen Laufzeit erreicht werden. Auch bei den Ausbildungsvergütungen konnte ein Ergebnis mit Augenmaß erzielt werden, das die Fachbetriebe der E-Handwerke im stetig zunehmenden Wettbewerb um Auszubildende unterstützt.

Die Arbeitszeit der Auszubildenden kann zukünftig in einem Arbeitszeitkonto geführt werden. Dies ermöglicht die flexiblere Einbindung der Auszubildenden in die betrieblichen Abläufe, sorgt für positive Effekte bei der Betriebsorganisation und leistet einen Beitrag zur Steigerung der Ausbildungsqualität.

Das Tarifergebnis sieht ferner bei der Einstiegsvergütung von zunächst noch unqualifizierten Beschäftigten einen zeitlich begrenzten Abschlag im Rahmen der Einarbeitung vor. Mit dieser Maßnahme wurde auf die veränderten Anforderungen in der Branche und den gegebenen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt reagiert.

» Video: Bericht des SWR zum Tarifabschluss im Elektrohandwerk (ca. ab Minute 13)

Kontakt:
Andreas Hausch,
FV EIT BW
Geschäftsführer

 

 

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