01.03.2018

Digitalgipfel 2018 in Stuttgart

Über 1.000 Teilnehmer besuchten im Februar den „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ in der Stuttgarter Carl Benz Arena, um über die Herausforderungen und Chancen von Wirtschaft 4.0 mit Experten zu diskutieren.

Bild: Wirtschaftsministerium, Frank Eppler

Auch das E-Handwerk präsentierte sich auf dem Gipfel digital: Mit einer Virtual Reality-Brille konnten die Besucher ein smartes Haus virtuell begehen.

„Die Digitalisierung beginnt nicht erst, sondern wir stecken mittendrin. Sie prägt zunehmend unseren Alltag und unsere Wirtschaft. Wir können uns gegen sie wehren und werden abgehängt – oder wir nutzen ihre Chancen und stehen weiter auf der Gewinnerseite. Die Welt wartet nicht auf uns. Unser klarer Anspruch ist es aber, Baden-Württemberg auch in der digitalisierten Zukunft als führenden Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren“, begrüßte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut die Teilnehmer des Digitalgipfels in Stuttgart.

Digitalisierungszentren
Dabei stellte sie zehn regionale Digitalisierungszentren in Baden-Württemberg vor, die vor allem erste Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in ein Digitalisierungsvorhaben sein sollen. Ziel dabei ist, im Rahmen der landesweiten  Digitalisierungsoffensive „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ die Wirtschaft in der Fläche des Landes auf dem Weg in die digitalisierte Zukunft zu unterstützen. Rund eine Milliarde Euro investiert das Land in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung, davon fließen rund zehn Millionen Euro insgesamt in den Aufbau von Digital Hubs.

E-Handwerk: Smart Living per Virtual Reality
Inwieweit Digitalisierung im Alltag angekommen ist, präsentierte das E-Handwerk am neu konzipierten Präsentationsstand. Hier konnten die Besucher Smart Living per Virtual Reality erleben: Sie hatten hier die Möglichkeit, ein smartes Haus anhand einer 3D-Brille virtuell zu begehen und auch virtuelle Bedienelemente zu betätigen. Bei den Besuchern kam diese moderne Art, das E-Handwerk zu präsentieren, sehr gut an. Darüber hinaus gab es zahlreiche Interessierte am Stand zum Thema Ausbildung, da im Kongress der Fachkräftebedarf angesprochen wurde. „Wir sind sehr stolz darauf, solch eine innovative Lösung der modernen Nachwuchswerbung als baden-württembergisches E-Handwerk auf dem Digitalgipfel präsentieren zu können“, freute sich Thomas Bürkle, Präsident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg.

Monitoring-Report: Handwerk noch wenig digitalisiert
Auf dem Digitalgipfel wurden die Ergebnisse des „Monitoring-Report – Wirtschaft DIGITAL Baden-Württemberg“ vorgestellt. Demnach ist die Digitalisierung im Südwesten mit 55 von insgesamt 100 möglichen Punkten etwas weiter fortgeschritten als im Bundesdurchschnitt (54). Große Unternehmen sind beim Grad der Digitalisierung bereits weiter als mittelständische Unternehmen.
Während die IKT-Branche und wissensintensive Dienstleistungsbranchen wie Kreativwirtschaft, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen oder Handel überdurchschnittlich digitalisiert sind, hat das Handwerk noch großen Nachholbedarf. 2017 hatten Handwerksbetriebe zu 51% eine insgesamt geringe Einbettung der Digitalisierung in die Unternehmensstrategie. Bis 2022 wird sich diese Quote anscheinend auf 41% verringern. Darüber hinaus nutzt das Handwerk Anwendungen im Bereich des „Internet der Dinge“ zu 37% und liegt damit fast genau auf dem Niveau des Verarbeitenden Gewerbes (38%). Weitere 13% planen das „Internet der Dinge“ zu nutzen.

Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL Baden-Württemberg herunterladen

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