03.04.2019

Wirtschaftsgipfel in Brüssel

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung - im Fokus des diesjährigen Wirtschaftsgipfels „Baden-Württemberg und die EU“ 2019 in Brüssel.

Bild: Martin Stollberg

Fachverband-Präsident Thomas Bürkle war im Rahmen seines Amts als Vorsitzender des Unternehmerverbandes Handwerk Baden-Württemberg UVH im Januar beim Wirtschaftsgipfel in Brüssel eingeladen. Dabei konnte er sich unter anderem mit der Staatssekretärin Katrin Schütz über das E-Handwerk austauschen.

Zum Wirtschaftsgipfel reiste eine 60-köpfige Delegation aus Baden-Württemberg nach Brüssel. Darunter befanden sich unter anderem Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden. Über wichtige Zukunftstechnologien und notwendige Weichenstellungen diskutierten über 300 Teilnehmer. Im Fokus standen die Künstliche Intelligenz und die Wettbewerbsfähigkeit Europas, der bevorstehende Brexit sowie Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Mittelstandspolitik.

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags, (BWHT): „Wegen der besonderen Bedeutung eines freien EU-Binnenmarkts tritt der Handwerkstag seit langem für offene Märkte in Europa ein. Nun verändern Digitalisierung und datenbasierte Geschäftsmodelle zunehmend die Wertschöpfungsketten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen dürfen hier nicht benachteiligt werden. Deshalb muss auf EU-Ebene schnell ein KMU-freundlicher Rechtsrahmen geschaffen werden. Dieser muss lokalen KMU und Handwerksbetrieben einen diskriminierfreien Zugang zu marktrelevanten Daten gewährleisten.“

Auf dem Programm standen auch Gespräche mit EU-Kommissar Oettinger und obersten Vertretern der EU-Kommission sowie des EU-Parlaments in Brüssel. Als äußerst positiv bezeichnete Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, die krankheitsbedingt von Staatssekretärin Katrin Schütz vertreten wurde, die Rolle der EU im weltweiten Handel. Bei Abkommen und Handelskonflikten könne die Marktmacht der gemeinsamen EU helfen.

Gemeinsames Positionspapier
In einem gemeinsamen Positionspapier forderten BWHT, BWIHK sowie Genossenschaftsverband, Sparkassen- und Bankenverband in Baden-Württemberg, in den Bereichen KI und Digitalisierung einen stärkeren Fokus auf KMU zu legen. Dabei forderten sie:

  • mehr finanzielle Förderung
  • geringere bürokratische Hürden bei Ausschreibungen, Krediten und der Abwicklung von Fördergeldern
  • erleichterter Transfer zwischen Forschung, beruflicher Ausbildung und unternehmerischer Praxis

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