10.03.2020

Verbände im Austausch: E-Handwerk und Großhandel

Mitte Februar fand das jährliche Treffen zischen dem Fachverband und dem Verband des Elektrogroßhandels VEG, Landesgruppe Südwest, in Stuttgart statt. Themen waren der gemeinsame Verbändestand bei der eltefa 2021, Schwerpunkte der Öffentlichkeitsarbeit im E-Handwerk 2020 sowie die gestiegenen Logistikkosten.

Intensiver Austausch: Thomas Bürkle und Rainer Rommel im Dialog

Turnusgemäß war der Fachverband als Gastgeber an der Reihe. Folgerichtig begrüßte Präsident Thomas Bürkle alle Anwesenden und führte in die Veranstaltung ein. Anhand der konjunkturellen Eckdaten im E-Handwerk und im Elektrogroßhandel tauschten sich beide Seiten über Beobachtungen aus. Der Vorsitzende der Landesgruppe Südwest im VEG, Rainer Rommel merkte an, dass neben PV-Modulen und Speicherlösungen vor allem auch die klassischen Bereiche der Elektrotechnik wie Kabel- und Leitungen und auch Zählerplätze stärker nachgefragt waren. Dies sei wohl nicht zuletzt auch auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität zurückzuführen, so Thomas Bürkle, bei seiner Wertung.

Insgesamt habe das E-Handwerk in Baden-Württemberg auch im letzten Jahr erneut die Zahl der neuabgeschlossenen Lehrverhältnisse steigern können. Knapp 2 Prozent betrug die Zunahme nach vorläufigen Zahlen der ba.-wü. Handwerkskammern. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zum weiteren Ausbau der Beschäftigung im E-Handwerk geleistet.

Schwerpunkte der Öffentlichkeitsarbeit 2020
Da gegenwärtig das Neuordnungsverfahren der Ausbildungsberufe im E-Handwerk läuft, die inhaltlichen Eckdaten sowie die Zeitschiene wurden eingehend dargelegt, erfolgt in diesem Jahr in Sachen Nachwuchswerbung insbesondere ein Ausbau der digitalen Unterstützung der Innungsfachbetriebe. Dies ist auch angesichts der fortschreitenden Digitalisierung ohnehin angeraten. Andreas Bek stellte neben den „E-HACK“-Clips auch die neuen Motive für die Stellenausschreibungen vor, die von den Betrieben auch schon rege eingesetzt werden.
Einen zweiten Schwerpunt der Öffentlichkeitsarbeit bildet die Gewinnung neuer Mitglieds-unternehmen für die Innungen im Baden-Württemberg. Neben den bereits vorhandenen Materialien wurde im Herbst 2019 eigens ein Workshop vom Fachverband für seine Mitgliedsinnungen durchgeführt, der nun durch zwei neue Erklärfilme, die mit dem Partner Regio.TV erstellt wurden, abgerundet wurde.

Logistikkosten
Die Vertreter beider Verbände beklagen die Steigerung der Logistikkosten, die zum einen neben einer Überlastung der Infrastruktur aber auch einer viel zu geringen Zahl von Fahrern trotz großen Bedarfs gekennzeichnet ist. Zum anderen spielen darüber hinaus aber auch noch andere Aspekte wie z. B. umweltpolitische Aspekte wie CO2- bzw. NOX-Grenzwerte in der Luft bzw., die Dieselfahrverbote in einer ganzen Reihe von Kommunen eine ganz wesentliche Rolle. Neben den Mitgliedsunternehmen des VEG sind aber auch eine ganze Reihe von E-Handwerksunternehmen mit produzierendem Charakter wie z.B. aus dem Bereich des Elektromaschinenbaus selbst von den gestiegenen Logistikkosten direkt betroffen.

eltefa 2021
Auch wenn die light & building 2020 aufgrund der drohenden Coronavirus-Epedemie in den September verschoben wurden, so laufen die Vorbereitungen für die eltefa 2021 auf Hochtouren. Der seit vielen Jahren bewährte Gemeinschaftsstand des FV EIT BW und des VEG, Landesgruppe Südwest, soll auch bei der kommenden Fachmesse in Stuttgart so, d.h. mit einem adäquaten Catering-Anteil realisiert werden. Damit soll sichergestellt werden, dass der gemeinsame Verbändestand auch 2021 erneut eine Anlaufstelle für die Fachmessebesucher sein wird, die zum fachlichen Austausch mit den Kollegen und den Verbänden einlädt.

Resümee
Beide Verbandsvorsitzenden halten übereinstimmend fest, dass dieser offene Dialog zwischen den beiden Verbänden des E-Handwerks und des VEG, Landesgruppe Südwest, einzigartig in der Bundesrepublik sei und sich diese partnerschaftliche Zusammenarbeit auch in einer seit vielen Jahren erfolgreichen Verbändestand-Lösung bei der eltefa manifestiert. Der Dialog wie auch die eltefa-Lösung sollen daher unverändert fortgeführt werden, da waren sich Rainer Rommel und Thomas Bürkle einig.

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